Behandlung :

Abhängig von den Untersuchungsresultaten werden wir Sie informieren welche Behandlung die besten Erfolgsaussichten hat.
Anschließend werden wir zusammen mit Ihnen festlegen welche Behandlung wir vornehmen werden.
Lesen Sie hierzu die kommenden Informationen zu den einzelnen Behandlungsmöglichkeiten.

Insemination (IUI):

Bei der Insemination werden über einen dünnen Schlauch Samenzellen in die Gebärmutter eingeleitet. Dazu muss der Samen zuvor aufbereitet werden. Hauptsächlich gesunde und aussichtsreiche Spermien werden dadurch angereichert und für die Insemination eingesetzt. Man erreicht die besten Resultate mit einer gleichzeitigen milden Hormonbehandlung der Frau.
Die Frau wird an bestimmten Tagen im Zyklus mit Hormonen behandelt und dies entweder mit Tabletten oder Spritzen oder eine Kombination von Tabletten und Spritzen. Wir werden Ihnen genau erklären wie Sie die Medikamente zu nehmen haben und werden Ihnen zeigen wie man sich selber spritzt. Während der hormonellen Behandlung wird regelmäßig mit Ultraschall kontrolliert wie die Eizellen sich entwickeln und wie viele sich entwickeln. Ziel ist es, das sich bis zu maximal 3 Eizellen bilden. Wenn diese die passende Größe erreicht haben, wird der Eisprung mit einer zusätzlichen Injektion ausgelöst. Die Samenzellen werden zu dem Zeitpunkt an dem der Eisprung stattfindet in die Gebärmutter eingeleitet. Hier durch wird eine bis zu 100-fach höhere Samenkonzentration im Eileiter erreicht als bei Geschlechtsverkehr. Die Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft zu erreichen ist pro Insemination ca. 20%.

Eine Insemination kann auch ohne Hormonbehandlung durchgeführt werden. Allerdings sind die Chancen für eine Schwangerschaft deutlich größer, wenn die Eizellbildung hormonell gefördert wird.

Insemination kann sowohl mit dem Samen des Partners als auch mit Spendersamen durchgeführt werden.

IVF (In-vitro-Fertilisation),
„Reagenzglas Befruchtung“:


Bei dieser Form der Behandlung erfolgt die Befruchtung außerhalb des Mutterleibes. Ei- und Samenzellen werden in einer Glasschale zusammengebracht und nach der Befruchtung über einen dünnen Schlauch (Katheter) zurück in die Gebärmutter gegeben.
In einem ersten Schritt werden die Eierstöcke mit Hormonen zur Reifung mehrerer Eizellen angeregt. Dies erhöht die Erfolgsaussichten der Behandlung. Während der Eizellreifung wird regelmäßig mit Ultraschall kontrolliert wie die Eizellen sich entwickeln und wie viele sich entwickeln. Wenn die Eizellen die passende Größe erreicht haben werden mit Hilfe des Ultraschalls und einer feinen Nadel die Eizellen durch die Scheide gewonnen. Dies erfolgt unter schmerzstillender Behandlung. Anschließend werden die gewonnenen Eizellen mit den Samenzellen in einer Nährflüssigkeit im Labor zusammengebracht und 2 – 3 Tage im Wärmeschrank aufbewahrt. In dieser Zeit wird die Entwicklung der Eizellen beobachtet.
Daraufhin werden 1 oder 2 befruchtete Eizellen (Embryo) in die Gebärmutter eingebracht. Sollten mehr als die maximal zwei Embryos die wir in die Gebärmutter einbringen vorliegen, können diese eingefroren werden und evt. zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden (Kryokonservierter Embryo). Nachdem die Embryos in die Gebärmutter eingebracht wurden müssen sie 14 Tage lang Hormon-Scheidenzäpfchen verwenden um optimale Verhältnisse an der Gebärmutterschleimhaut zu schaffen.
Nach 14 Tagen wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt, gerne als Blutprobe, dies kann natürlich bei Ihrem Frauenarzt in Deutschland erfolgen. Anschließend informieren Sie uns über das Resultat.

ICSI (IntraCytoplasmatische SpermienInjektion):

Ebenso wie bei der IVF werden der Frau nach einer Hormonstimulation mehrere reife Eizellen entnommen. Unter einem speziellen Mikroskop wird dann ein einzelnes Spermium in eine dünne Pipette aufgezogen und direkt in die Eizelle eingebracht. Diese Methode ist besonders erfolgreich, wenn die Ursache für die Kinderlosigkeit beim Mann liegt, z.B. weil er nur wenige Spermien produziert oder die vorhandenen kaum beweglich sind.

Kryokonservierter Embryo:

Bei ca. 1/3 aller Behandlungen mit IVF/ICSI liegen so viele gute Embryos vor, das einige eingefroren werden können. Falls Sie dies wünschen muss eine schriftliche Einverständniserklärung vorliegen. Eingefrorene Embryos dürfen 5 Jahre lang aufbewahrt werden. Zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl könne die Embryos aufgetaut werden und nach einer hormonellen Vorbehandlung, die sicherstellt, dass die Gebärmutterschleimhaut bereit zur Aufnahme der Embryos ist, in die Gebärmutter eingebracht werden.

Spendersamen:

Der zur Insemination verwendete Spendersamen wird stammt ausschließlich aus anerkannten dänischen Samenbanken.
Die Spender sind völlig anonym und können auch keine Informationen über die möglichen Empfänger erhalten. Die Spender haben sich mehreren medizinischen Untersuchungen unterzogen und haben eine gesunde Krankengeschichte. Sie sind auf eine große Anzahl von erblichen und ansteckenden Krankheiten untersucht worden.